Apotheke

Laut Apothekengesetz und Apothekenbetriebsordnung hat die Apotheke in Deutschland den Auftrag die Bevölkerung flächendeckend und ordnungsgemäß mit sichereren Arzneimitteln zu versorgen. Dazu zählt auch der Bereitschaftsdienst also der Apothekennotdienst. Diese gewährleistet eine Sicherheit der Versorgung mit notwendigen und lebensrettenden Arzneimittel rund um die Uhr, 24 Stunden lang. Sie ist dazu verpflichtet Arzneimittelfälschungen und Risiken umgehend aus dem Verkehr zu ziehen und dem zuständigen Amt zu melden. Außerdem überwacht die Apotheke zum Teil neue Arzneimittel, nach ihrer Zulassung, (Pharmakovigilanz) über ihre Risiken. Damit ist die Apotheke als eine Institution, ein Teil des deutschen Gesundheitssystems.

In der Apotheke wird die Bevölkerung neben Fertigarzneimitteln auch mit Medizinprodukten sowie Hilfsmitteln versorgt. Des Weiteren stellt die Apotheke weiterhin Arzneimittel, Rezepturen und Defekturen her. Das pharmazeutische Personal ist zudem verpflichtet ihre Patienten, ordnungsgemäß über Risiken und mögliche Wechselwirkungen mit an deren Arzneimitteln zu informieren. Arzneimittel dürfen nur durch fachkundiges pharmazeutisches Personal abgegeben werden. Verschreibungen sind in angemessener Zeit zu beliefern. Bei Bedenken und Verdacht auf Missbrauch muss die Abgabe verweigert werden.

Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist derzeit kontinuierlich rückläufig. Es gibt ca. 20.668 Apotheken, 2008 waren es noch 21602. Unter den Zahlenrückgang leidet vor allem die flächendeckende Arzneimittelversorgung und der Notdienst. Da laut Gesetz „der Apotheker in seiner Apotheke“ Einzelinhaber ist, können Existenzen über Nacht durch neue Gesetze oder Regelungen zerstört werden. Viele gut ausgebildete Pharmaziestudenten sehen daher nach ihrem harten Pharmaziestudium von der Selbstständigkeit ab. Folge: viele Apotheken vor allem im Land müssen aus Altersgründen geschlossen werden und Patienten müssen bei Notdiensten weitere Wege fahren.

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