Impfungen

Schutzimpfungen

Impfungen lernen wir hier in Deutschland bereits im Kindesalter kennen. Dank den umfassenden Impfprogrammen seit Mitte des 20. Jahrhunderts konnten bis heute viele Infektionskrankheiten massiv reduziert werden. Impfungen gehören heute zu den wichtigsten präventiv Maßnahmen gegen verschiedene Arten von Infektionskrankheiten. Sie wird auch als Schutzimpfung bezeichnet. Es gibt aber auch einige Kritiker der modernen Impfung.

Passive und aktive Impfung

Man unterscheidet einmal zwischen aktiver und passiver Impfung. Bei der aktiven Impfung, welches häufiger Anwendung findet, werden die Impfstoffe bzw. Erreger vorher abgetötet, abgeschwächt oder fragmentiert. Anschließend wird der Impfstoff in den Körper eingebracht mit dem Ziel, dass der Körper die spezifische Immunabwehr einschaltet, dabei Antikörper bildet und Gedächtniszellen anlegt. Der Körper lernt also wie mit den gleichen Erregern in Zukunft umzugehen ist. Je lebendiger der Impfstoff ist, also je Lebens- und teilungsfähiger die Erreger sind, desto höher sind die Lerneffekte des Immunsystems und dem damit verbundenen Schutz. Bei der passiven Impfung hingegen wird ein Impfserum eingebracht, welches bereits Antikörper gegen den Erreger enthält. Der Körper bildet selber also keine oder nur sehr wenige Antikörper. Der Lerneffekt ist nicht so gut ausgeprägt wie bei der aktiven Impfung. Der Schutz bei der passiven gilt auch nur für einige Wochen bis wenige Monate. Die passive Impfung wird daher eher bei Notfällen, beispielsweise bei Verdacht auch Tollwut oder Tetanus eingesetzt.
Bei Schutzimpfungen sagt der Name das Robert-Koch-Institut (RKI) sicherlich vielen etwas. Das Robert Koch Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf den Gebieten der Krankheitsüberwachung und –prävention und maßnahmeorientierten biomedizinischen Forschung. Ihre Aufgaben sind das erkennen, das bekämpfen und verhüten von Krankheiten, insbesondere natürlich von Infektionskrankheiten jeglicher Art. Außerdem informieren sie die Öffentlichkeit und beraten die zuständigen Bundesministerien, insbesondere die Bundesministerien der Gesundheit (BMG).

Die Ständige Impfkommision, kurz STIKO ist eine Kommission am RKI. Sie besteht aus 17 Experten die für 3 Jahre in ehrenamtliche Tätigkeit vom BMG berufen werden. Ihre Aufgaben sind speziell Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen und Maßnahmen zu erarbeiten. In Deutschland besteht keine Impfpflicht. Die STIKO spricht nur Empfehlungen aus. Knapp 14 Monate nach der Geburt sollte die Grundimmunisierung abgeschlossen sein und bis zum Lebensende sollte durch regelmäßige Auffrischimpfungen der notwendige Impfschutz erhalten bleiben.

Standardimpfungen werden von der STIKO empfohlen, sind im Impfkalender aufgeführt und gelten für jeden. Indikationsimpfungen: werden nur bei bestimmten Personen unter bestimmten Bedingungen durchgeführt (z.B. Reiseimpfungen)
Impfstoffe zum Schutz vor:

Tetanus
Diphtherie
Hepatitis A und B
Poliomyelitis
Pneumokokken
Meningokokken
Masern, Mumps, Röteln
Varizellen
Influenza

Kombinationsimpfstoffe: werden verwendet, um die Anzahl von Impfungen zu reduzieren

z.B. Twinrix®: (Hepatitis A und B)
Td Impfstoff Merieux®(Tetanus, Diphtherie)
Repevax ®(Tetanus, Diphtherie, Polio, Pertussis)
Tropenimpfungen

Sind Impfungen vorgeschrieben?

Es gibt wenige Länder, die eine Impfung für die Einreise zwingend vorschreiben, nämlich dann wenn sich das Land dadurch vor Einschleppung und Verbreitung von Infektionskrankheiten schützen will.
Welche Impfungen sind “nötig”?

Folgende Grundausstattung sollte jeder haben Impfung gegen Typhus, Hepatitis A+B, Diphtherie, Tetanus und Polio.
Was bezahlt nun die Krankenversicherung?
Die GKV bezahlt alle „öffentlich empfohlenen“ Impfungen für Säuglinge, Kinder und Jugendlicheş alle über 60-jährige: Influenza- und Pneumokokken-Impfung und im Erwachsenenalter alle notwendigen Auffrisch- oder Ergänzungsimpfungen und Indikationsimpfungen
Literaturangaben:
– www.rki.de
– www.gesundes-kind.de
– www.dtg.org
– www.who.int
– www.tropenmedizin.de –
– www.wikipedia.de
– PZ vom 01. Juni 2006

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