Krebsmittel/Zytostatika

An dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung mit dem Thema: Krebs und Zytostatika. Ein eine Neoplasie bzw. Tumor, ist die Bezeichnung für Neubildung von Körpergewebe. Es gibt gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Neoplasien. Der maligne Tumor ist der Auslöser für die Krankheit Krebs.

Problem der Bekämpfung der Tumoren

Viren, Bakterien oder Pilze kann man heutzutage, sehr effektiv, aufgrund ihrer unterschiedlichen Bauweisen und Bestandteile bis zur kompletten Heilung bekämpfen. Natürlich kommt es im Einzelfall auf den Erreger an. Die Krankheit AIDS, welches ausgelöst wird vom HI Virus, ist bis zum heutigen leider noch nicht Tag nicht heilbar, jedoch stark verzögerbar. (Siehe HIV Artikel) Die Schwierigkeit beim bekämpfen der Krankheit Krebs liegt darin, dass man quasi die eigenen Körperzellen bekämpfen muss, die sich im Aufbau und Bestandteilen  fast nahezu identisch  mit unseren Gesunden Körperzellen sind. Es ist also für das eingesetzte Medikament schwer, gesunde und kranke Körpereigene Zellen zu unterscheiden. Ein wichtiges Unterscheidungskriterium ist jedoch die schnelle Proliferationsrate, also das Wachstum und die Vermehrung der Krebszellen im Vergleich zu unseren anderen Zellen. Zytostatika sind Zellschädigende zytotoxische Substanzen. Das Ziel ist die Zellteilung (Mitose) anstrebenden Zellen zu treffen, bevorzugt werden rasch teilende bösartige Zellen. Zellen mit geringer Mitoseaktivität bleiben weitgehend unberührt.

Wie entsteht Krebs?

Jeder Mensch hat Protoonkogene – bisher sind mehr als 100 bekannt. Protoonkogene sind Genabschnitte, die z.B.: für das Zellwachstum, die Zellteilung und Zelldifferenzierung zuständig sind. Durch schädliche Einflüsse, wie z.B.: onkogene Viren, chemische Kanzirogene oder ionisierte Strahlung, entwickeln sich Protoonkogene, durch z.B.: Mutation, zu Onkogenen, die eigentlichen Krebsgene. Bei den Onkogenen ist die Apostose, also der Zelltod abgeschaltet und das Zellwachstum durch eine erhöhte Telomeraseaktivität gesteigert. Meistens kann der Körpers diese Onkogene reparieren bzw. eliminieren, ohne das es weitere Auswirkungen auf den Organismus hat. Ist das Gleichgewicht jedoch gestört, also wenn der Körper weniger Krebszellen elinimieren kann als die Neubildung, so kann dies zum Krebs führen.

Stand der Wissenschaft

Krebs ist heute nicht mehr unbedingt gleich ein Todesurteil. Es kommt vor allem auf das Stadium und Ort des Tumors an, deshalb ist eine Früherkennung viel wichtiger und effektiver als die eigentliche medikamentöse Therapie. Erfreulicher Weise hat sich die Krebsforschung in den letzten Jahren sehr stark entwickelt. Man kann zwar heute noch nicht alle Krebsarten heilen, aber zumindest die Progression, also das voranschreiten der Krankheit stark verlangsamen. Dank der immensen Fortschritte in der Forschung hat sich auch die Lebenserwartung für Krebspatienten erheblich gesteigert. Fast jeden Monat, ja sogar wöchentlich berichten Onkologische Studien, Reviews sowie Journals über neue Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten. Die neuesten Entwicklungen können sie auf dem englischsprachigen Datenbankhost Pubmed einsehen.

Krebszellen verhalten sich asozial

Krebszellen sind infiltrierend, destruierend und metastasierend. Damit Krebszellen weiter wachsen können, brauchen sie mehr Nährstoffe und vor allem Sauerstoff. Dieses wird von umliegenden gesunden Zellen entzogen. Gesunde Zellen gehen dadurch zu Grunde und der Tumor wächst weiter. Jedoch gibt es auch hier viele neue Therapieansätze und Möglichkeiten. Ein Beispiel ist Bevacizumab. Bevacizumab (Avastin) ist ein humanisierter, monoklonal-rekombinanter Antikörper und wird zur Behandlung von Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration am Auge und metastasiertem Kolon- oder Rektumkarzinom angewendet. Dieser Antikörper blockiert den Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) – einen Wachstumsfaktor der für die Gefäßneubildung (Angiogenese) zuständig ist. Die Gefäßneubildung wird unterbunden, somit geht die Krebszelle, mangels Blut und Sauerstoff zu Grunde. Für weitere Informationen und aktuellen Therapieleitlinien informieren sie sich bei den zuständigen Institutionen oder lesen Sie weiter in unserem Artikel: Therapieformen Zytostatika

Quellen:

Pubmed.org

Farmatix

Uni Bonn

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